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Sonntag, 26. September 2021

Klarer Fall von Selbstüberschätzung?

Eine Beziehung mit Jemandem der gebunden ist oder eine Fernbeziehung ist einzeln für sich schon nicht leicht, aber beides in einem geht gar nicht.
Am Anfang dachte ich, dass ist die perfekte Lösung. Sie lebt in einer langjährigen Beziehung mit einem Mann, ihre Anreise dauert über drei Stunden. Also nicht mal eben so vorbeikommen.
Es schien alles perfekt. Wir hatten viel Spaß, der Sex war gigantisch und auch sonst hatten wir uns viel gegenseitig zu geben.
Doch nach einiger Zeit merkte ich, dass mir das nicht mehr reichte.
Ich wollte mehr. Ich wollte mit ihr verreisen, ins Kino, zum Essen ausgehen, Theater- und Musicalbesuche, and so on.
Doch das war alles nicht möglich, da sie nur für eine Nacht kam, wir unser 08/15 Programm abspulten und das wars dann.
Ich spürte, dass auch sie wohl mit dieser Situation nicht mehr so recht glücklich war.
Also beschloss ich die Affäre zu beenden. Leicht ist es mir nicht gefallen, aber: besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Was sich am Anfang als ideale Lösung anfühlte entpuppte sich am Ende als Stolperstein.
Doch im nachhinein überlege ich, haben wir vielleicht Liebe mit Leidenschaft verwechselt?
 Gebrochenes Herz | 💔 | Emojis
 
 Wie dem auch sei, ich kann nur jeder raten, fangt nichts festes mit einer Frau an, die noch in einer bestehenden Beziehung lebt. Das kann nicht gut ausgehen. Und am Ende hat eine oder beide ein gebrochenes Herz. 
Oder lasst einfach die Liebe aus dem Spiel. Keine Gefühle, kein Frust.
Jetzt weiß ich wieder, warum ich mich nie wieder verlieben wollte.
Das ist mir alles viel zu anstrengend und kompliziert.
 
Doch allen glücklich Verliebten da draußen wünsche ich alles Liebe und Gute und viel Glück für die Zukunft. Kämpt für eure Liebe, lasst sie nicht zur Gewohnheit werden. Schafft immer wieder neue gemeinsame Erinnerungen. Freut euch über jeden gemeinsamen Tag. Respektiert euch, hört euch gegenseitig zu und bleibt im Bett erfinderisch und kreativ.
 
In diesem Sinne.
Habt eine schöne Woche.
 
Eure Sandy.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Sonntag, 18. Januar 2015

Kapitel 11: Das Dorf in der Provence

Ich erwachte, als die Sonne mein Gesicht kitzelte, streckte und reckte mich. Mein Blick wanderte nach links und blieb auf Cassies schlafendem Gesicht ruhen. Gestern Abend waren wir zu kaputt um noch romantisch zu sein. Wir hatten uns ins Bett gelegt, eng aneinander gekuschelt und waren auch fast sofort eingeschlafen.
Nun sah ich in ihr wunderschönes Gesicht und musste unwillkürlich lächeln. Es war schon Wahnsinn, wie sehr ich diese Frau mochte. Jedes Mal, wenn ich sie ansah bekam ich ein wohlig warmes Gefühl im Bauch. Und es kribbelte mich überall. Ich war so froh, dass sie mit nach Paris gekommen war, auch wenn der Grund nicht ganz so schön war.
Oh, das erinnerte mich schlagartig an Hannah. Ich schaute auf die Uhr. Nein, es war noch früh, wir hatten noch etwas Zeit, bis wir zu unserem Termin an die Sorbonne mussten. Ich drehte mich auf die rechte Seite und schaute aus dem Fenster. Man konnte den Himmel sehen. Er war blau an diesem Morgen, mit einigen kleinen Schönwetterwolken.
Ich träumte so vor mich hin als ich plötzlich eine Bewegung hinter mir spürte. Cassie musste aufgewacht sein. Sie schmiegte mich in Löffelchenstellung an mich, legte ihren Arm um mich und hauchte mir ein: „Guten Morgen meine Süße“, ins Ohr.
Ich lächelte wieder.
Sie fing an meinen Nacken mit zärtlichen Küssen zu liebkosen. Ich musste leise aufstöhnen und konnte ihr Lächeln förmlich spüren.
„Ich weiß, dass dir das gefällt“, hauchte sie mir ins Ohr.
Ihre Hand wanderte langsam an meinem Körper hinunter. Jede Faser meiner Haut sehnte sich nach dieser Berührung und doch konnte ich meine Gedanken nicht von Hannah lassen.
Ich drehte mich abrupt um, gab Cassie einen Kuss und schob sanft, aber bestimmt ihre Hand zur Seite.
„Baby, sei mir nicht böse, aber ich bin in Gedanken immer noch bei Hannah. Ich kann mich einfach nicht entspannen“.
„Findest du nicht, dass du etwas übertreibst?“
Ich sah sie verständnislos an. „Du findest also, dass ich übertreibe?“
„Na ja, Hannah ist eine erwachsene Frau. Sie wird sich irgendwo vergnügen und sich schon bei dir melden, wenn sie es für richtig erachtet“.
Mit einem Satz war ich aus dem Bett.
„Wenn das deine Meinung ist, kann ich ja auch allein zu dem Termin mit Madam Boulanger gehen“. Ich wartete ihre Antwort nicht ab und stapfte wütend ins Bad. Geräuschvoll schloss ich die Tür.
Als ich unter der Dusche stand und das warme Wasser meine Muskeln entspannte bekam ich Gewissensbisse. Verdammt, ich hätte nicht so heftig reagieren sollen. Cassie hatte ja auch irgendwie recht. Vielleicht machte ich mir ja ganz umsonst Sorgen und Hannah fuhr jetzt irgendwo mit einem alten Renault durch die Gegend und amüsierte sich prächtig. Ich schüttelte vor mir selber den Kopf. Die Glastüren der Dusche waren mit Wasserdampf beschlagen, deshalb bemerkte ich Cassie erst, als sie die Tür öffnete. Sie war nackt und stieg zu mir in die Kabine. Ich drehte mich um und öffnete den Mund um mich zu entschuldigen. Doch sie legte ihren Zeigefinger auf meinen Mund, nahm mich in den Arm und küsste mich ganz sanft.
„Sorry Süße, ich weiß wie viel dir deine Tante bedeutet. Ich hätte das nicht sagen sollen“.
Gott, wie sehr ich diese Frau mochte.
„Nein, du hast ja recht. Ich überreagiere bestimmt“.
„Bestimmt nicht. Wir duschen jetzt, gehen in das kleine Bistro um die Ecke frühstücken und dann statten wir Madam Boulanger einen Besuch ab. Mal hören, was sie uns erzählen kann“.
Ich küsste sie leidenschaftlich. Wir liebten uns unter der Dusche und nach einem ausgiebigen Frühstück in dem kleinen Bistro war ich gestärkt für den Besuch bei Denise Boulanger.

Ich hatte zwar einen Wagen gemietet, doch den Stress in Paris zu fahren, wollten wir uns nicht antun. Mit der Metro fuhren wir zur Sorbonne, fragten uns zum Zimmer der Dekanin durch und klopften an die Tür. Nach einem freundlichen „Herein“ traten wir ein.
Die Sekretärin war eine junge Frau mit roten Haaren und Sommersprossen. Sie hieß Joy Carpenter, war Engländerin und Studentin an der Universität. Sie bat uns, noch einen Moment Platz zu nehmen, da der letzte Termin ihrer Chefin noch nicht beendet war.
Wir setzten uns auf ein kleines grünes Sofa, welches bestimmt schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Ich sah, wie Cassie Joy taxierte und wurde ein wenig eifersüchtig.
„Sie ist attraktiv, nicht wahr?“ raunte ich ihr ins Ohr.
Sie lächelte, sah mich an und flüsterte zurück: „Aber nicht so attraktiv wie du“.
Ich wurde rot. Verdammt, dass mir das immer noch passieren musste.
Cassie grinste mich frech an.
In diesem Moment ging die Tür zum Büro der Dekanin auf und ein schlaksiger junger Mann kam heraus. Er beachtete uns gar nicht, ging direkt zu Joy hinüber und setzte sich keck auf die Ecke ihres Schreibtisches.
„Na Joy, hast du dich nun entschieden, ob du heute mit auf die Schaumparty kommst“? fragte er sie auf Französisch.
„Ich dachte die sind in den 80ern ausgestorben“, raunte ich Cassie ins Ohr.
Joy stand auf, schubste den jungen Mann von ihrem Schreibtisch und kam auf uns zu.
„Madam Boulanger hat jetzt Zeit für sie, bitte folgen sie mir“.
„Och schade, jetzt erfahren wir nicht, ob sie mitgeht“, flüsterte mir Cassie zu.
Wir folgten der jungen Frau in das Büro der Dekanin. Es handelte sich um eine Frau Mitte 40, langes brünettes Haar, schlank und verdammt gut aussehend. Sie trat hinter ihrem Schreibtisch hervor und gab uns die Hand.
„Bon jour, sie müssen Miss Sandy Webster sein, schön sie kennenzulernen“, begrüßte sie mich in perfektem Englisch.
Dann gab sie auch Cassie die Hand und ich stellte sie als meine Freundin vor.
Madam Boulanger deutete auf eine gemütlich aussehende Sitzgruppe und wir drei nahmen Platz.          
 

Fortsetzung folgt.....


Donnerstag, 14. August 2014

Sommer



Sommer


Träumend liege ich im saftig grünen Gras unter unserer Rotbuche.
Sanft streichelt mich eine sanfte warme Brise wie noch Gestern deine Finger.
Mein Blick wandert nach oben zu den roten Blättern, die sich deutlich vom blauen wolkenlosen Himmel abheben.
Tief atme ich die frische Sommerluft in meine Lunge und muss lächeln.
Noch Gestern lagen wir beide hier unter diesem Baum, küssten und lachten, schmiedeten Pläne und lagen uns in den Armen.
Ich schlucke, die Sehnsucht frisst mich auf. Die Gedanken an dich haben mich traurig gemacht. Du bist mir so nah und doch so weit weg.
Ich habe noch immer deine Stimme am Ohr: „Ich liebe dich“. Ganz zärtlich und ohne jede Forderung.
Ich sehe auch jetzt noch den Schimmer in deinen Augen.
Wie gern würde ich jetzt die Zeit zurückdrehen, doch das geht nicht. Du bist kaum ein paar Stunden weg und mich zerreißt es innerlich.
Ich kann es kaum erwarten dich wiederzusehen. Unsere Liebe, die nur im Verborgenen blüht, wachsen zu lassen.
Ich sehne mich nach dir, ich brauche dich, ich liebe dich.
Du bist mein süßes Geheimnis.

Sonntag, 11. Mai 2014

Kapitel 9: Tante vermisst!

Es war einer dieser magischen Frühlingsmorgen. Das Licht fiel wie ein goldener Schleier durch das Fenster und Cassie und ich lagen nach einer stürmischen Liebesnacht noch im Bett. Ich hatte mich etwas aufgesetzt und sie hatte den Kopf in meinen Schoß gelegt. Zärtlich streichelte ich über ihre Haare und sie hatte die Augen geschlossen. Ich wußte, dass sie wach war, doch sie hatte anscheinend keine Lust zu reden. Also schaute ich sie liebevoll an und hing meinen Gedanken nach. Als ich mich an die letzte Nacht erinnerte wurden meine Knie wieder weich. Sie war eine so zärtliche Liebhaberin. Ich konnte einfach nicht anders, ich mochte sie sehr. Mehr, als ich mir vielleicht selbst eingestehen würde.
Cassie öffnete die Augen. Ihr ganzes Gesicht strahlte als sie mich ansah.
"Guten Morgen Schlafmütze," sagte ich neckend zu ihr.
Sie gähnte herzhaft und ich gab ihr einen Kuß auf den Mund. "Guten Morgen meine Süße, hast du gut geschlafen?" fragte sie mich. Ich nickte nur da ich gerade wieder Bilder der letzten Nacht vor dem inneren Auge hatte. Sie erahnte wohl meine Gedanken und zog meinen Kopf zu sich herunter um den letzten Kuß zu intensivieren. Scheinbar wollte sie dort weitermachen, wo wir am frühen Morgen aufgehört hatten.
Doch sie mußte wohl gespürt haben, dass mir etwas durch den Kopf ging.
Sie setzte sich neben mich und streichelte meinen Arm. "Ist alles in Ordnung?"
Ich schaute sie an und lächelte. "Aber ja, warum fragst du?"
"Nun, ich habe den Eindruck, dass deine Gedanken nicht völlig hier sind."
Ich antwortete nicht sofort, irgendwie tat es mir leid, dass die romantische Stimmung nun verraucht war. Aber es half nichts, es ging mir wirklich etwas durch den Kopf.
"Du kennst mich eben schon sehr gut," nun legte ich meinen Kopf in ihren Schoß.
Sie sah mich nur an, streichelte über meine Schultern, mein Haar, meinen Hals.
Ich schloss die Augen. Es war ein so wohliges Gefühl. Ohne meine Augen zu öffnen sagte ich dann: "Cassie, ich mache mir Sorgen um Hannah."
"Warum, was ist denn mit ihr? Ist etwas passiert?"
Ich setzte mich auf und sah sie an. "Nein, das heißt, ich weiß es nicht. Sie hat sich schon sein einigen Tagen nicht mehr gemeldet."
"Sandy, deine Tante ist erwachsen. Sie macht Urlaub in der Stadt der Liebe. Vielleicht ist sie ja im Augenblick abgelenkt." Sie kniff mir ein Auge zu.
"Ja, das weiß ich, aber sie hat mir versprochen sich regelmäßig zu melden. Und bei unserem letzten Gespräch sagte sie mir, dass sie sich in zwei Tagen wieder meldet. Das ist nun schon 9 Tage her. Ich mache mir wirklich langsam Sorgen."
"Dann ruf sie doch einfach an."
"Scherzkeks, glaubst du nicht, dass ich das nicht schon versucht hätte? Ich habe sie so oft angerufen, dass ihre Mailbox voll ist. Und beim letzten Anruf bekam ich erst gar keine Verbindung mehr. Ich hab ein ganz komisches Gefühl im Magen." Ich schaute sie sorgenvoll an.
Cassie nahm mich in den Arm. "Ich denke, wenn etwas Schlimmes passiert wäre, hättest du schon etwas gehört. Du weißt doch: keine Nachrichten sind gute Nachrichten."
"Mag ja sein. Aber was ist, wenn sie irgendwo in einem Wald liegt, verletzt ist und sie sich nicht helfen kann.? Was ist, wenn sie überfallen wurde? Oder jemand hatte einen Unfall mit ihr und hat sie in einer Baugrube verscharrt um seine Spuren zu verwischen." Jetzt hatte ich mich in Rage geredet.
"Ohoho, ruhig Braune. Du schaust eindeutig zu viele Krimis. Nun lass mal die Kirch im Dorf. Ich bin überzeugt, deine Tante hat eine tolle Frau kennengelernt und liegt jetzt mit ihr irgendwo am Strand in der Sonne. Sie wird sich ganz bestimmt bald wieder bei dir melden."
"Ja, lach mich nur aus, aber das überzeugt mich nicht. Hannah ist in solchen Dingen sehr zuverlässig. Wenn sie sagt, dass sie sich meldet, dann tut sie das auch. Ich kenne meine Tante."
Ich sprang aus dem Bett. "Warte," ging ins Wohnzimmer und holte mein Handy. Wieder auf dem Bett sitzend wählte ich Hannah's Nummer und gab Cassie das Telefon.
"Der gewünschte Gesprächsteilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar," kam die monotone Stimme vom Band. Mit den Worten: "das heißt doch nichts," gab sie mir das Telefon zurück.
"Schatz, mach dir nicht so viele Gedanken. Dafür gibt es bestimmt eine ganz normale Erklärung."
Ich seufzte. Nachdenklich starrte ich auf mein Handy.
"Sandy, alles klar?" Cassie berührte mich sanft am Arm. Ich schreckte auf.
"Ich fliege nach Paris," verkündetete ich bestimmt.
Cassie sah mich mit großen Augen an.
"Glaubst du, dass ist eine gute Idee?"
"Ja, allerdings, und versuch erst gar nicht, mir das auszureden."
Cassie sah mich nachdenklich an. "Und was willst du machen, wenn du da bist? Du weißt doch gar nicht wo du suchen sollst."
"Pah, ich fange einfach in ihrem Hotel an und frage bei der Professorin an der Sorbonne nach. Mit ihr hatte sie doch einen Termin wegen der Suche nach Mandy."
"Ok, aber ich begleite dich. Ich lasse dich auf gar keinen Fall allein fliegen."
"Das mußt du aber nicht machen, ich war schön öfter in Paris. Ich werde bestimmt auch gut allein zurechtkommen."
Cassie grinste mich schief an. "Ich lasse dich auf gar keinen Fall allein in die Stadt der Liebe mit all' ihren schönen Frauen fliegen. Natürlich komme ich mit."
Ich wäre allein geflogen, aber irgendwie fiel mir dann doch ein Stein vom Herzen, dass Cassie darauf bestand mitzukommen. Mir war schon ein wenig mulmig ums Herz. Ich nahm sie in den Arm und in Gedanken packte ich schon die Koffer.


Sonntag, 2. Februar 2014

Wer oder Was bin Ich?

Sonntag, 2.Februar 2014

Hallo, mein Name ist nicht Sandy, aber das haben Sie sich bestimmt schon gedacht.
Die Geschichten die ich auf meinem Blog veröffentliche sind von mir und entspringen meiner Fantasie.
Diese Seite ist schon oft angeklickt worden, doch leider weiß ich nicht ob aus echtem Interesse an meinem Geschreibsel oder nur duch "Zufall und schnell wieder weg".
Leider bekomme ich nicht einen Kommentar auf meine Geschichten und das macht mich etwas traurig.

Deshalb habe ich Heute beschlossen mal ein paar "echte" Gedanken über mich zu schreiben.

Ich bin Verkäuferin im Einzelhandel, bin knapp über 50 Jahre alt (oder jung) und niemand kennt meine Gedanken oder Gefühle zum Thema gleichgeschlechtlicher Liebe. Na ja, wenn mal in meinem Bekanntenkreis darüber gesprochen wird gebe ich mich loyal der Homosexualität gegenüber. Aber ich würde niemals zugeben auf Frauen zu stehen.

Na ja, eigentlich ist es ja auch nicht so. Oder doch? Keine Ahnung. Ich habe jedenfalls noch nie Sex mit einer Frau gehabt. Nicht mal einen Kuß. Mmh, nur so Küßchen zwischen guten Freundinnen. Allerdings kreisen all' meine erotischen Gedanken um Sex mit Frauen.
In meinem bisherigen Leben hatte ich Sex mit genau 7 Männern.
Diese Erfahrungen waren nicht sehr erfüllend. Ich dachte immer das liegt an mir.
Doch mitlerweile weiß ich, ich habe meine Wünsche nicht immer klar definiert. Immer war ich bemüht meinen Partner glücklich zu machen, leider blieb meine Erfüllung dabei meißtens auf der Strecke.
Meine Beziehungen haben auch nicht sehr lange gehalten. So zwischen 3 Wochen und 3 Jahren.
Und immer war ich froh wenn ich sie los war. Das hört sich jetzt vielleicht schlimm an, aber da mir immer etwas in diesen Beziehungen gefehlt hat ist es durchaus berechtigt.
Jetzt sagen sie vielleicht, 'warum hast du nicht mit den Männern geredet?'
Tja, versuchen sie mal mit jemandem zu reden, wenn man selbst nicht weiß was fehlt oder falsch läuft.
Jetzt, nach einigen Jahren, habe ich erkannt was ich will. Sex mit Frauen, auch gern eine Beziehung.
Obwohl ich früher immer gedacht habe, dass ich Beziehungsunfähig sei. Aber mir fehlten nur die richtigen Partner oder Partnerinnen.

Doch zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich nicht zu meinen Gefühlen stehe.
Bei der Arbeit, in meinem Bekanntenkreis und auch gegenüber meiner Familie spiele ich die taffe Frau, die auf Männer steht und eine harte raue Schale hat.
Niemand sieht oder möchte sehen, dass auch ich eine Frau bin die sich mal richtig fallen lassen möchte, sich an eine starke Schulter lehnen möchte und nicht immer die Initiative ergreifen will.
Aber da ich nicht den Mut habe zu meinen Gefühlen zu stehen und auch nicht die geringste Ahnung habe wie ich eine Frau finde die mich so nimmt wie ich bin, werde ich wohl weiterhin die starke Frau mimen und für mich, ganz im geheimen, der Sehnsucht nach Zärtlichkeiten mit Frauen hingeben.

Ich würde mich freuen wenn Sie Lust hätten mit mir über mein Geschriebenes zu diskutieren.
Bitte kontaktieren Sie mich unter meiner eMail-Adresse:

Sandy_Meier@OK.de

Ich freue mich über jeden Kommentar, jede Anregung oder einfach nur über ein Hallo.

xoxo

Sonntag, 13. Oktober 2013

Kapitel 7: Maskerade

Ich sitze in meinem Bett. Du liegst halb bekleidet neben mir. Ich kann deine Enttäuschung fast körperlich spüren. Und ich empfinde Angst. Angst dich zu verlieren. Ich habe heute Nacht einen Fehler gemacht. Es tut mir alles so leid, doch ich kann es nicht ungeschehen machen.
Ich sehe dich an und wünsche mir, ich wäre stärker. Stark genug um mich meiner Liebe zu dir zu bekennen. Zu dem, was ich bin und was ich sein möchte.

Doch alles der Reihe nach. Es fing damit an, daß wir mit Liza und Fran in eine Karaoke-Bar gingen. Das ist ganz und gar nicht mein Fall. Leuten zuzusehen, die sich zum Affen machen. Möchtegern Sängern zuhören, so etwas war wirklich nicht mein Ding. Ich hatte dann immer das Gefühl des "Fremdschämens".
Aber Cassie stand auf diese Sache und so ging ich mit. Ein dummer Fehler, wie sich bald herausstellen sollte.
Es war eine Karaoke Bar in Downtown Manhatten für überwiegend schwul/lesbisches Publikum.
Wir bekamen einen Tisch nahe der Bühne, an dem schon zwei sehr nette und gutaussehende schwule Männer saßen. Und wie sich herausstellte, hatte Patrick die gleiche Einstellung zu Karaoke wie ich. Von da an versprach der Abend dann doch nicht so schlimm zu werden, da ich mit Patrick fröhlich drauflos lästern konnte. Cassie sah mich amüsiert an und legte ihren Arm um meine Stuhllehne. "Na mein Schatz, da hast du ja einen Gleichgesinnten gefunden." Ich sah sie lächelnd an, gab ihr einen Kuß auf die Wange und bestellte mir bei der attraktiven Kellnerin einen Cocktail.
Wider erwarten hatte ich doch viel Spaß. Bis Cassie mich anschaute und meinte: "Gleich bin ich dran."
"Dran? Womit?" Man, war ich begriffsstutzig.
"Mit singen."
Schlagartig wurde ich ernst. Ich starrte sie an und brachte keinen Ton heraus. "Das ist jetzt nicht dein Ernst?"
Cassie lachte ihr kehliges Lachen und schaute mir direkt in die Augen. "Oh doch, und das Lied ist nur für dich." Sprach es, lachte, gab mir einen Kuß auf den Mund und stand auf.
Ich hielt sie am Arm fest. "Cassie, bitte, das mußt du nicht tun."
Sie lächelte mich an, entzog mir sanft ihren Arm und ging in Richtung Bühne davon.
Mir wurde gleichzeitig heiß und kalt. Meine innere Stimme wollte mich beruhigen: 'Was stellst du dich so an. Das ist doch total süß von ihr. Das hat noch keine Frau für dich gemacht.'
Mir wurde schlecht. Ich stand auf und ging zur Theke. Dort bestellte ich mir einen doppelten Wodka. Kaum hatte die Barkeeperin ihn vor mir plaziert hatte ich ihn auch schon gekippt. Ich bestellte sofort einen zweiten.
Auf der Bühne machte der Moderator gerade seine Ansage: " Und nun für euch......Cassie!" Jubel, Applaus und mir wurde noch schlechter. Ich mußte so elend ausgesehen haben, das sogar die Barkeeperin besorgt fragte: "Alles in Ordnung, Schätzchen?"
Ich nickte nur. Von der Bühne: "Sie singt: The Best, von Tina Turner. Und wie sie mir gesagt hat (dramatische Pause).... für einen ganz besonderen Menschen." Wieder Gegröle, Jubel, Pfeifen und Applaus.
Als die ersten Töne zu dem Lied erklangen drehte ich mich langsam um. Ich lehnte mich mit dem Rücken gegen den Tresen weil ich Angst hatte umzufallen. Doch als Cassie den Mund öffnete und sang blieb mir dieser offen stehen. Ich hatte ja gar keine Ahnung das sie so eine tolle Singstimme hatte.
"Ist das nicht dein Mädchen da oben?" Das kam von der Barkeeperin hinter mir. Ich konnte nichts sagen und nickte nur schwach. Eigentlich hätte ich geschmeichelt sein können und doch war es mir peinlich.
Aus den Augenwinkeln konnte ich meine Freunde an unserem Tisch winken sehen. Ich tat so, als würde ich es nicht sehen.
Unfähig mich zu bewegen buffte mich plötzlich jemand von der Seite an. "Hi, was machst du denn hier?"
Ich drehte meinen Kopf nach rechts und sah in das Gesicht meiner Arbeitskollegin Jenny.
Innerlich stöhnte ich auf, nicht das auch noch. "Äh, hi, das könnte ich dich auch fragen", stotterte ich.
"Oh, meine Jogagruppe macht einen Mädelsabend. Und irgendwie sind wir hier gelandet. Ich war immer schon neugierig, wie es in diesen Kreisen abgeht."
"In diesen Kreisen?" Ich bestellte noch einen doppelten Wodka.
Sie beugte sich verschwörerisch zu mir rüber: "Na du weißt schon, Lesben eben." Sie kicherte.
Ich brauchte noch einen Doppelten.
Cory die Barfrau schaute mich schon mitleidig an. "Ach, so, hab ich gar nicht bemerkt."
Jenny stupste mich an. "He, wohl zu viel getrunken, was? Das sieht man doch auf den ersten Blick." Wieder dieses schrille Kichern. Wiederlich. Ich kippte meinen fünften doppelten Wodka.
"Wenn du es sagst." Meine Zunge wurde schon langsam schwer.
"Du bist doch nicht etwa allein hier?"
"Nein, ich bin mit Freunden da." Ich deutete wage in die Richtung unseres Tisches.
Plötzlich stand Cassie neben mir. "Na, wie hat es dir gefallen?"
Ich konnte nichts sagen und lächelte sie nur dümmlich an. Jenny schaute erst zu mir, dann zu Cassie.
Da ich keinerlei Anstalten machte sie vorzustellen preschte sie einfach selber vor, wie es ja nun mal so ihre Art war. Mit einem fröhlichen: "Hi, ich bin Jenny. Du hast toll gesungen" streckte sie Cassie Ihre Hand hin.
"Ach, ähm, sorry, Jenny, das ist Cassie, Cassie, das ist Jenny, eine Arbeitskollegin." Mir wurde schon wieder schlecht. Aber Jenny schien davon nichts zu bemerken. "Hi Cassie, wie gesagt, tolle Leistung."
"Danke, schön das es dir gefallen hat." Sie schaute mich an. Ich schaute zu Boden und wagte nicht mich zu bewegen. Ausgerechnet Jenny mußte mir hier über den Weg laufen. Die größte Tratschtante in unserem Büro. Ich hoffte inständig, daß sie nichts bemerken und das Cassie die Situation erfassen würde.
"Seid ihr zusammen hier?" Da war sie, die Frage die ich befürchtet hatte.
Cassie wollte ihr antworten doch ich kam ihr zuvor. "Tja, mehr oder weniger. Wir haben uns zufällig draußen getroffen. Cassie ist eine Freundin. Eigentlich mache ich mir nichts aus solchen Kneipen. Aber da ich gerade nichts anderes vor hatte....."
Mein Gott, was stotterte ich mir da für einen Unsinn zurecht. 
Ich lachte zu laut und zu unsicher. Cassie sah mich an, ich konnte den Schmerz in ihren Augen sehen, aber sie lächelte tapfer und spielte die Maskerade mit.
"Ja, wir haben Sandy draußen getroffen und sie überredet mit uns hinein zu gehen."
Sie schaute mich an. "So, seid mir nicht böse, aber ich werde mal zu meinen Freunden an den Tisch zurück gehen. Es war schön dich kennengelernt zu haben." Sie nickte Jenny zu und ging von dannen.
Ich schaute ihr nach und es zerriß mir das Herz, daß ich nicht zu ihr gestanden habe. Aber vor Jenny ging das auf gar keinen Fall. Und überhaupt, Cassie war doch immer damit einverstanden, das wir vor meinen Arbeitskollegen und Bekannten nur gute Freundinnen waren. Irgendwie war ihre Reaktion doch ein wenig übertrieben.
Ich wandte mich Jenny zu. "Ich dachte du treibst dich lieber da rum, wo es viele willige Männer gibt?"
Jenny lachte. "Ja, das schon, aber ich wollte kein Spielverderber sein und bin mit den Mädels mitgegangen."
Sie schaute sich um. "Ist ja auch ganz witzig hier."
"Witzig?" Blöde Kuh.
"Ja, und deine Freundin, man, wenn ich auf Frauen ständ, würde ich es glatt bei ihr versuchen."
Ich mußte husten. Ach du liebe Zeit. Wie gern ich ihr jetzt eine geklatscht hätte. Aber ich durfte mir nichts anmerken lassen. "Na dann, versuch doch einfach dein Glück." Wieso sagst du das?
Versonnen schaute sie zu Cassie hinüber. "Ja, vielleicht veruche ich es tatsächlich einmal. Ich stehe zwar nicht auf Frauen, aber man soll ja alles mal ausprobieren." Sie kicherte wieder. Der Abend war wohl schon sehr feucht für sie und ihre Freundinnen gewesen.
Plötzlich schaute sie mich an. "Du hast doch nichts dagegen, oder?"
Ich erstarrte. "Ich? Nein! Wieso? Sie ist eine gute Freundin, nicht mehr." Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht stieg. Gut, daß es hier so schummrig war.
"Na, dann gehe ich mal zu deinen Freunden hinüber."
"Und was ist mit deinen Freundinnen?" beeilte ich mich zu sagen.
"Och, die kommen schon ganz gut allein zurecht." sprach es und ging.

Und wenn ich gedacht hatte, es könnte nicht schlimmer kommen, so hatte ich mich geirrt.
Ich traute mich nicht an unseren Tisch zurück, aus Angst, es könnte sich jemand verplappern. Jenny hatte es sich neben Cassie bequem gemacht und unterhielt sich schon seid einer halben Stunde angeregt mit ihr.
Das Singen hatte aufgehört und die Tanzfläche war mitlerweile eröffnet worden. Ich stand immer noch mit dem Rücken zum Tresen und hatte meinen ich weiß nicht wievielten Wodka in der Hand.
Einige Frauen hatten mich auch schon angeflirtet, doch ich hatte sie alle höflich abgewiesen. Ich starrte die ganz Zeit zu den beiden hinüber und ertrank in Selbstmitleid.
"Weißt du eigentlich was du da tust?" Die Stimme der Barfrau holte mich aus meinen trüben Gedanken. Ich drehte mich zu ihr um. "Was meinst du?"
Sie deutete mit dem Kopf in Cassies Richtung. "Da solltest eigentlich du sitzen."
Ich grummelte nur vor mich hin und bestellte mir noch einen doppelten Wodka.
Cory sah mich mitleidig an und meinte nur: "Ich denke, ein Kaffee wäre jetzt besser." Ohne meine Antwort abzuwarten ging sie und stellte kurz darauf eine Tasse dampfenden Kaffee vor mich auf die Theke.
Ich schaute sie nur an, nahm kommentarlos das heiße Getränk in beide Hände und nippte daran.
Der Kaffee tat gut. Ich bestellte mir noch ein Wasser dazu, welches ich in einem Zug austrank. Dann endlich fühlte ich mich bereit an unseren Tisch zurückzugehen. Ich drehte mich um und erstarrte in der Bewegung.
Da ich immer noch nicht ganz nüchtern war brauchte ich einen Moment um das, was ich sah, zu verarbeiten.
Cassie und Jenny eng umschlungen auf der Tanzfläche. Ich hatte immer gedacht, da ich meine Gefühle sehr gut im Griff hatte, dass ich nie Eifersucht empfinden würde. Aber nun wurde ich eines besseren belehrt. Mein Magen krampfte sich zusammen. Tränen schossen mir in die Augen, ich konnte kaum noch etwas durch den Schleier erkennen. Aber ich riss mich zusammen. Ganz die kontrollierte Person, die ich immer war. Nein, ich würde nicht weinen. Ist ja auch albern. Sie tanzen doch nur zusammen.
Was ist bloß mit dir los? Du bist doch sonst nicht so zart besaitet. Reiß dich zusammen Sandy!
Ich starrte die beiden unverhohlen an. Es sah so aus, als ob sich die beiden wirklich prächtig verständen.
Ich blieb wie angewachsen am Tresen stehen und hielt mich am Kaffee fest. Langsam drehten sie sich zur Musik und Cassies Blick fiel auf mich. Ihr Gesicht zeigte keine Regung. Sie sah mir fest in die Augen und zog Jenny noch etwas näher zu sich, falls das überhaupt noch möglich war.
Ich brauchte eine Zigarette. Mit unsicheren weitausholenden Schritten ging ich vor die Tür. Ich steckte mir eine Zigarette zwischen die Lippen und suchte mit zitternden Fingern nach meinem Feuerzeug. Wo steckte das verdammte Ding bloß? Ich suchte in all meinen Taschen, aber wurde nicht fündig.
Da stand plötzlich Cassie neben mir und hielt mir mein Feuerzeug vor die Nase. "Suchst du vielleicht das hier?" Ich nickte nur und sie gab mir Feuer. Ich saugte an der Zigarette als ob mein Leben davon abhinge.
Cassie sah mich direkt an. Ich konnte ihren Blick nicht erwidern.
Schweigend standen wir nebeneinander, Cassie auf die Straße starrend, ich rauchend und auf die Straße starrend.
Irgendwann konnte ich diese Stille nicht mehr ertragen und fragte, den Blick nach vorn: "Möchtest du wieder reingehen?"
Ich spürte wie Cassie mich von der Seite ansah. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis sie schließlich sagte:"Nein, ich würde gern nach Hause fahren." Ich nickte nur, ließ den Rest der Zigarette auf den Boden fallen, trat sie aus und wandte mich an Cassie.
"Kommst du mit zu mir?" Sie sah mich ein paar Sekunden an. Ich konne es regelrecht in ihr arbeiten sehen.
"Ja", war ihre knappe Antwort. "Ich hole nur noch meine Jacke, du kannst ja schon mal nach einem Taxi Ausschau halten."
Cassie sah mich an, "nein, ich gehe noch mal kurz rein und hole unsere Jacken. Ich möchte ja nicht, daß du deiner Arbeitskollegin in die Arme läufst. Nachher mußt du dir noch mehr Ausreden einfallen lassen."
Ich wollte etwas erwidern doch sie hatte sich schon umgedreht und war im Eingang zur Kneipe verschwunden.
Da stand ich nun auf der Straße, fühlte mich gräßlich, hätte am liebsten geheult. Doch ich riss mich zusammen. In solchen Situationen bin ich doch schon öfter geraten und es würde ganz bestimmt nicht die letzte sein. Aber irgendwie hatte ich diese Geheimnistuerei auch satt. Oder lag das am Wodka? Keine Ahnung, ich fühlte mich plötzlich so müde. Am liebsten hätte ich mich gleich hier auf den Gehweg gelegt und geschlafen.
Da stand Cassie wieder neben mir. Sie nahm wortlos meinen Arm und schob mich in Richtung eines Taxis. Ist schon eine Seltenheit mitten in der Nacht ein Taxi in New York zu bekommen. Aber mit Cassie hatte ich schon oft dieses Glück gehabt. Irgendwie hatte sie ein Händchen dafür.
Wir stiegen ein, Cassie sagte dem Fahrer meine Adresse und wir fuhren schweigend, nebeneinandersitzend zu mir nach Hause.
Noch heute Morgen hätten wir die Finger nicht voneinader lassen können. Selbst im Taxi hätten wir rumgeknutscht. Aber irgendwie stand eine Wand zwischen uns. Ich hätte schon wieder heulen können.
Es war wohl doch ein doppelter Wodka zu viel.
Nach einer gefühlsmäßig endlosen Fahrt waren wir am Ziel. Da ich ganz schön angeschickert war, bezahlte Cassie das Taxi, stieg aus und ging um den Wagen herum um mir rauszuhelfen.
Ich stolperte mehr als das ich ausstieg und fiel natürlich prompt in ihre Arme. Einen Moment klammerte ich mich wie eine Ertrinkende an sie und genoß die Nähe, die uns im Taxi gänzlich gefehlt hatte.
Cassie schlug die Tür zu und zog mich zum Hauseingang.
"Wo hast du den Schlüssel?" fragte sie mich und sah mir in die Augen. Ich kramte in meinen Taschen und fand ihn schließlich in meiner linken Gesäßtasche. Ich überließ ihn Cassie und schaute zu wie sie die Tür aufschloß. Dann wankte ich durch die Tür und versuchte einigermaßen heil die Treppe hinauf zu kommen.
Cassie ging hinter mir und paßte auf, daß ich auch heil oben ankam. Mir schossen Bilder durch den Kopf. Bilder auf denen Cassie und ich eng umschlungen, fummelnd, kaum die Treppe rauf kamen. Kichernd, küssend und lachend. Mir wurde plötzlich übel. Endlich waren wir oben angelangt. Cassie schloß die Tür zu meinem Loft auf und wir gingen hinein. Ich hielt mich am Kleiderständer fest, damit ich nicht umfiel.
Cassie sah mich an. "Alles ok mit dir?" Ich nickte bloß. Zu mehr war ich nicht in der Lage. Ich hatte Angst, wenn ich den Mund öffne muß ich mich sofort übergeben.
"Gut, dann laß uns ins Bett gehen. Es ist schon spät."
Ich trottete hinter Cassie her ins Schlafzimmer, zog mich aus, legte mich aufs Bett und war in Sekunden eingeschlafen, obwohl ich das Gefühl hatte, daß sich die Welt um mich dreht.
Mitten in der Nacht wurde ich wieder wach, ich mußte mich übergeben. Ich rannte so schnell ich konnte auf die Toilette und würgte mir die Seele aus dem Leib. Und noch während ich mich übergab, schwörte ich mir, nie wieder Wodka oder andere alkoholische Getränke in dem Maße zu trinken.
Nachdem ich mit der Bauchübung fertig war, blieb ich neben dem Klo sitzen. Es ging mir etwas besser. Schlecht war mir immer noch, aber nicht mehr so kotzübel. Ich atmete ein paarmal tief durch. Langsam verschwand die restliche Übelkeit. Ich schaute auf und sah Cassie in der Tür stehen.
"Alles ok?" Ihr Blick war besorgt. Ich versuchte zu lächeln. "Ja, hab mir nur gerade alles nochmal durch den Kopf gehen lassen." Schiefes Lächeln.
Cassie kam zu mir, packte mich unter den Armen und führte mich ins Schlafzimmer zurück.
"Cassie, was ist eigentlich heute Abend passiert?"
"Was meinst du?"
"Na ja, in der Kneipe. Du und Jenny...." Ich schaute auf die Bettdecke und spielte mit einem Zipfel.
"Sandy, laß uns schlafen, ich möchte jetzt nicht darüber reden."
"Aber,....."
"Bitte Sandy, es ist jetzt nicht die Zeit das auszudiskutieren. Laß uns später darüber reden."
Jetzt sahen wir uns an und ich konnte in ihrem Blick Zärtlichkeit aber auch Traurigkeit sehen.
"Ok, dann laß uns später darüber reden. Es tut mir so leid, Cassie."
"Wie gesagt, laß uns später reden." Sie lächelte mich verhalten an und legte sich hin. Sie drehte mir den Rücken zu und das zerriß mir fast das Herz.
Und nun sitze ich hier seid Stunden, schaue dich an, kann nicht schlafen und grüble über meine, unsere Situation nach.
Habe ich einen Fehler gemacht? Warum hat Cassie dieses Mal so stark reagiert? So sehr ich auch grübele, ich komme zu keinem Ergebnis. Wir müssen unbedingt miteinander reden.
Ich schaue dich an, deine Atemzüge sind ruhig und regelmäßig. Du schläfst. Bei mir ist nicht an Schlaf zu denken, obwohl mir der Wodka noch immer in den Knochen sitzt und vor allem im Kopf.
Ich brühre ganz sanft deine Schulter und sage, fast zu mir selbst: "Ich liebe dich doch....."
 








Samstag, 17. August 2013

Kapitel 6: Das Ende der Geschichte



Ich war auf die Dachterrasse gegangen um zu rauchen, schaute dem Sonnenaufgang über New York zu und hing meinen Gedanken nach. Hannah war schon vor einiger Zeit ins Bett gegangen. Wir hatten fast die ganze Nacht geredet und sie war müde, was ich gut verstehen konnte. Sie hatte mir nicht nur das am besten gehütete Familiengeheimnis verraten, sondern mir auch ihre Seele offenbart. Sie hatte über lang verdrängte Gefühle gesprochen und obwohl sie mir versicherte, das es ihr gut ginge, hatte ich doch den Eindruck, daß es sie mitgenommen hatte. 
Das Ende der Geschichte war wenig spektakulär. Hannah hatte Mandy nie mehr wiedergesehen. Sie war nach Paris verschwunden und hatte ihr nichts hinterlassen. Hannah hatte die Vermutung, das Mandy glaubte, sie würde sich gegen den Umzug nach Paris entscheiden. So hatte sie ihr die Entscheidung abgenommen.
Das stimmte mich ein wenig traurig. Ich schaute auf die verblassenden Lichter der Stadt und dachte an Cassie. Ich hatte plötzlich so große Sehnsucht nach ihr, wie ein körperlicher Schmerz.
Ich nahm mein Handy und wählte ihre Nummer.
Es klingelte einige male, bis sich schließlich eine verschlafene Stimme am anderen Ende meldete.
"Hallo Schlafmütze." Pause. "Sandy, bist du das?" Ich musste lächeln. "Wen hast du denn sonst erwartet?"
Pause. Ich hörte Cassie herzhaft gähnen. "Hast du mal auf die Uhr geschaut? Es ist kurz vor fünf Uhr."
"Nein, sorry, habe ich nicht. Ich hatte plötzlich nur ein wahnsinnig großes Verlangen nach dir."
Pause. "Dann hättest du einfach vorbei kommen sollen." 
"Du ahnst ja nicht, wie gern ich das jetzt machen würde. Aber ich möchte Hannah nicht allein lassen. Wir haben bis vor einigen Minuten noch geredet. Ich kann es gar nicht abwarten, dir das alles zu erzählen."
"Süße, kann das bis Morgen warten? Ich würde jetzt gern weiterschlafen." Und nach einer kurzen Pause: "Da du ja doch nicht kommst." Ich konnte ihr verschmitztes Grinsen regelrecht vor meinem inneren Auge sehen. 
"Ja Süße, natürlich, bitte verzeih' mir, das ich dich geweckt habe. Wir sehen uns Morgen."
"Baby, du kannst mich jederzeit anrufen, das weißt du doch. Schlaf gut, bis Morgen."
"Schlaf du auch gut. Und träum was Schönes, vorzugsweise von mir." Ich legte auf. 
Ich ging wieder hinein und räumte die Gläser und den Wein weg. Dann musste auch ich herzhaft gähnen und ging zu Bett. Aber ich konnte nicht einschlafen. Hannah's Geschichte ging mir immer wieder durch den Kopf. Nach einiger Zeit fiel ich in einen Traumlosen Schlaf.

Am Morgen weckten mich Geräusche aus der Küche. Ich sah auf die Uhr an meinem Bett. 10.23 Uhr. Ich ließ mich stöhnend zurückfallen. Die Tür wurde vorsichtig geöffnet. Ich machte ein Auge auf und sah in Hannah's strahlendes Gesicht. "Guten Morgen Kleine! Hast du gut geschlafen? Ich hab Frühstück gemacht, komm, setz dich zu mir. Der Kaffee ist schon fertig." 
Ich ließ den Kopf wieder in die Kissen sinken und versuchte wach zu werden. Es wollte nicht so richtig gelingen. Also schwang ich meine Beine aus dem Bett und ließ langsam den Rest des Körpers folgen. Verschlafen und mit zerzausen Haaren schlurfte ich in die Küche.
"Guten Morgen Hannah."
"Guten Morgen mein Schatz. Wie geht es dir?"
Ich sah sie aus zusammengekniffenen Augen an. "Oha, so schlimm?"
"Wie ich sehe geht es dir richtig gut."
Hannah lachte ihr helles sympathisches Lachen und reichte mir einen Becher Kaffee.
Ich nahm den Kaffee und schlurfte an ihr vorbei. "Ich brauch jetzt erstmal eine Kippe dazu."
Hannah folgte mir mit einem Kaffee auf die Terrasse. Sie setzte sich neben mich. "Gib mir auch eine."
Ich schaute sie verdutzt an. "Seit wann rauchst du denn?"
Hannah grinste mich an. "Ach, Mädchen, glaubst du, ich habe in meinem Leben nur eine Dummheit begangen?"
Ich reichte ihr mein Päckchen Zigaretten und wir steckten uns beide eine an. Kaffee trinkend und rauchend saßen wir nebeneinander und schauten auf die Stadt.
"Mit der Dummheit meinst du, das du dich auf Mandy eingelassen hast, nicht wahr?"
Hannah schaute mich an. "Nein, die Dummheit war, das ich nichts unternommen habe, um sie wiederzufinden."
"Also hast du sie doch vermisst?"
"Und wie. Ich wusste am Anfang nicht wohin mit meinem Schmerz. Aber der Mensch gewöhnt sich an alles und Erinnerungen verblassen irgendwann. Doch letzte Nacht war wieder alles da. Als ob es erst gestern war. Es war wieder alles so real. Für mich sehr überwältigend."
"Es hat dich getroffen?" Ich zog an meiner Zigarette.
Hannah trank einen Schluck Kaffee und sah mich an.
"Nein, es hat gut getan endlich mit jemandem darüber zu reden."
Wir schwiegen eine Weile. Ich hatte noch so viele Fragen, doch ich wollte sie nicht überfordern.
Dann spürte ich ihren Blick auf mir ruhen. Ich sah sie an. "Dir brennt doch bestimmt noch etwas auf der Seele."
"Na ja, ein paar Fragen hätte ich da schon noch."
"Dann schieß doch einfach los."
"Bist du sicher?" "Aber ja. Es macht mir jetzt nichts mehr aus, darüber zu reden."
Ich schaute auf die Stadt und dachte an Cassie.
"Hattest du nach ihr noch andere Frauen?" Doch dann bekam ich ein mulmiges Gefühl. "Sorry, wenn ich zu direkt bin brauchst du mir nicht zu antworten."
Hannah lachte. "Wie du weißt, hat es mir noch nie etwas ausgemacht über schlüpfrige Dinge zu reden."
Ich musste auch lachen. "Ja, das stimmt. So eine coole Tante wie dich gibt es so schnell nicht wieder."
Sie nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest an sich. "Ach Kleine, ich hab dich wirklich lieb. Wir beide sind uns in gewissen Dingen so ähnlich." 
Ich musste lachen. "Und in einem ganz speziell." 
Ich steckte mir noch eine Zigarette an und bot auch Hannah eine an. Sie nahm sie und wir beide lachten Lauthals.
"Nun, um deine Frage zu beantworten, ja, ich hatte nach Mandy noch andere Frauen. Und es war jedesmal wieder neu und interessant. Leider war aber auch die eine oder andere dabei, na ja, darauf hätte ich gern verzichtet."
"Oh, glaub mir, das kenne ich." 
"Aber wie kam es, das du Onkel Jack geheiratet hast? Wenn du doch eigentlich auf Frauen standest. Sorry, stehst. Oder?"
"Ja, ich mag nach wie vor Frauen." Sie schaute auf die Stadt. Ich ließ sie in Ruhe nachdenken.
"Das mit deinem Onkel, das ist eine ganz andere Sache. Wie du weißt, sind deine Großeltern sehr konservativ, das hat deine Mutter übrigens von ihnen übernommen. Sie sind sehr religiös und aktiv in der Gemeinde in der sie wohnen. Na ja, um es kurz zu machen, als ich nach dem Studium wieder nach Hause kam, versuchte ich meinen Eltern klar zu machen, das ich anders war. Denn in ihren Augen war lesbisch sein eben anders sein." Hannah zog an ihrer Zigarette.
Sie setzten mich moralisch unter Druck und irgendwann gab ich nach. Ich ging den leichteren Weg. Heute würde ich es anders machen, aber damals war ich finanziell noch abhängig von meinen Eltern. Manchmal hasse ich mich dafür, das ich so feige war. Aber hinterher ist man ja immer schlauer. Deinen Onkel Jack kannte ich schon von der High School. Er war schon damals sehr an mir interessiert. Mit ihm hatte ich auch mein erstes Mal. Ich arrangierte mich mit dieser Ehe und war zufrieden, aber nie richtig glücklich."
Ich legte meinen Arm um sie. 
Hannah holte tief Luft. "Versteh' mich nicht falsch, Jack und ich hatten auch gute Zeiten. Nicht alles war schlecht. Aber ich habe ihn nie geliebt. Respektiert ja, gemocht auch, aber nie geliebt."
"War das nicht sehr belastend für dich?"
"Nun, am Anfang schon, aber es wurde besser mit der Zeit."
"Wusste Onkel Jack, das du nicht in ihn verliebt bist?"
"Ich denke er hat es irgendwann geahnt. Aber wir haben nie darüber gesprochen.  Wir haben uns gegenseitig respektiert und unterstützt. Das war ok für uns."
Ich räusperte mich und trank von meinem Kaffee. "Wie war das mit dem Sex?"
"Tja, das ist auch so eine Sache. Wir hatten am Anfang natürlich Sex. Das war ich ihm schuldig. Er hatte mich schließlich aus den Klauen meiner Eltern gerissen und er sah über meine Eskapaden mit anderen Frauen hinweg."
"Das hat er mitgemacht? Tante Hannah, da tun sich ja Abgründe auf." Ich lachte. Mein Gott, ich hatte ja wirklich keine Ahnung.
"So schlimm war ich ja auch nicht. Ich war sehr diskret, ich denke, das Jack nicht direkt etwas davon mitbekommen hat. Aber wie gesagt, ich denke, er ahnte etwas. Aber er war so verliebt in mich, das er damit leben wollte und wohl auch konnte. Manchmal hatte ich schon Gewissensbisse. Aber ich konnte halt nicht gegen meine Natur ankämpfen. So war es auch schön unverbindlich. Keine Fragen, kein klammern, unverbindlicher Sex und tschüss."
Ich schaute meine Tante an. Ihr Mund lächelte, aber ihre Augen sahen traurig aus.
"Und das hast du all die Jahre durchgehalten? Nicht mal als Onkel Jack im sterben lag habt ihr darüber gesprochen?"
"Halt mich bitte nicht für herzlos. Nein, ich habe an seinem Sterbebett gesessen, seine Hand gehalten bis er den letzten Atemzug getan hat und habe dann", .............geweint. Bis ich keine Tränen mehr hatte. Er war mir in all den Jahren ans Herz gewachsen, wie ein sehr guter Freund. Ich liebte ihn auf meine Weise und ich trauerte auf meine Weise."
Hannah wischte sich eine Träne aus dem Auge. Dann schaute sie mich an und lachte. "Ich hoffe, du denkst jetzt nicht schlecht von mir."
Ich legte beide Arme um sie und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Ich hab dich lieb Tante Hannah. Ich würde nie schlecht über dich denken. Meine Meinung ist: Jeder hat das Recht, seine eigenen Fehler und Erfahrungen zu machen."
"Du bist lieb."
Die Türklingel ging. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen und schrak hoch.
"Das müsste Cassie sein. Ich hab sie angerufen und zum Frühstück eingeladen. Ich hoffe das war ok?"
"Woher hattest du denn ihre Nummer?" 
"Nicht nur du kannst ein Handy benutzen", meinte Hannah und zwinkerte mir zu.
Ich ging zur Tür und öffnete. Vor mir stand Cassie, so schön und frisch wie immer. Sie hatte eine rote Rose in der Hand und überreichte sie mir. 
"Die schönste Blume der Welt für die schönste Frau der Welt."
Mir wurde heiß, vor Verlegenheit. Wie kitschig und doch so romantisch.
Sie zog mich an sich und gab mir einen innigen Kuss. "Na du Nachtschwärmerin. Das nächste Mal, wenn du mich so früh wach machst, erwarte ich dich persönlich." Sie grinste mich verwegen an.
"Darauf kannst du dich verlassen. Komm doch erstmal rein, Hannah und ich haben schon mit dem Frühstück angefangen."
Wir setzten uns an den Tisch, frühstückten ausgiebig, schwatzten über Gott und die Welt, lachten viel und dann ging Hannah, um ihren Koffer zu packen. Cassie und ich würde sie heute zum Bahnhof bringen.

Während Hannah packte, hatte ich Cassie von der letzten Nacht berichtet. Als ich die Geschichte beendete sagte sie: "Deine Tante ist eine mutige Frau."
"Mutig? Sie findet, das sie feige gehandelt hat."
"Nein, es ist sehr mutig, auf die Liebe seines Lebens zu verzichten, nur um es anderen Leuten recht zu machen. Einige mögen vielleicht sagen, dass es der einfachste Weg für sie war, aber ich denke, daß es sie sehr viel Mut gekostet hat."
Ich dachte einen Moment nach. "Ja, wenn man es so betrachtet, hast du tatsächlich recht."
Cassie lächelte mich an. "Ich habe immer recht." Sie zwinkerte mir zu.
Am späten Nachmittag fuhren Cassie und ich meine Tante zur Central Station. Am Bahnsteig nahm sie mich noch einmal in die Arme, drückte mich fest und flüsterte mir so leise, das Cassie es nicht hören konnte, ins Ohr: "Warte nicht zu lange, deine Liebe zu Cassie auch öffentlich einzugestehen. Sonst passiert dir das Gleiche wie mir."
Sie hielt mich ein wenig von sich weg und sah mir in die Augen. "Sei nicht so feige wie ich." Ich sagte nichts und drückte sie stattdessen herzlich.
Meine Tante bestieg den Zug und suchte ihr Abteil. Sie öffnete das Fenster um uns zum Abschied zu winken.
Der Zug fuhr los und Cassie ergriff meine Hand. Und einem alten Impuls folgend entzog ich sie ihr sofort wieder. Schließlich waren wir hier ja in der Öffentlichkeit. Cassie sah mich von der Seite an, aber ich traute mich nicht ihren Blick zu erwiedern.
Der Zug entfernte sich aus dem Bahnhof und Cassie und ich gingen in Richtung des Ausgangs.
"Deine Tante ist wirklich eine coole Socke. Und eine mutige Frau."
"Wenn du es sagst." Ich war in Gedanken schon wieder ganz woanders.